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Zurück 27.09.2019

Walliser Innovationen – eine Erfolgsgeschichte

Einen Abstecher ins Herz der Walliser Innovationen hat Fédéric Bagnoud, Generalsekretär der Stiftung The Ark, in einem Beitrag zum Thema gewagt. Der Artikel dazu ist in den vergangenen Wochen im Le Nouvelliste erschienen. Hier eine kurze Zusammenfassung.

Die Innovation ist sehr lebendig im Wallis, sei es in der Landwirtschaft, in der Kultur, aber auch in den technologischen und den industriellen Unternehmen, von Ulrichen bis Saint-Gingolph. Zahlreiche KMUs und Start-ups entwickeln mit Hilfe ihrer Mitarbeitenden oder auch Walliser Forschungsinstitutionen Produkte, welche Kunden in aller Welt ansprechen. Nicht selten versteckt sich ein kleines Bisschen davon in Gegenständen unseres täglichen Bedarfs: Kaffee, Uhren, Autos, Jeans, Wasser oder Medikamente.

Seit 1998 produziert zum Beispiel Mimotec (Sitten) Mikroteilchen für grosse Uhrenmarken. Und Soprod (ebenfalls Sitten) liefert das Herzstück für vernetzte Uhren an mehrere namhafte Produzenten. Auch in Sitten ist mit Studer Innotec ein Markführer beheimatet, was die Stromversorgung für isolierte Standorte betrifft. Das Unternehmen hat erst kürzlich einen Preis für eine Anlage in einer kolumbianischen Fabrik erhalten. 

Sedo Engineering und Redelec (Riddes) revolutionieren ihrerseits die Textilindustrie, indem sie ökologischen Farbstoff für Jeans auf den Markt bringen. Und Augurix (Monthey) exportiert seine Gluten-Intoleranz-Tests bis nach Australien, während Eversys in Ardon Kaffeemaschinen entwickelt, die in die ganze Welt vermarktet werden. Hinzu kommen die Unternehmen Aqua-4D in Siders, das Bewässerungswasser in 45 Ländern reinigt, und Eckart in Vétroz, das Pigmente produziert, die sich in praktisch allen Fahrzeugen finden lassen.

 

Kein Halt im Oberwallis
Aber auch der obere Kantonsteil kommt nicht zu kurz, so investiert etwa die Lonza kräftig in ihre Anlagen. In Raron entwickelt das Unternehmen Lugaia sterile Verpackungssysteme für die Pharmaindustrie weiter, während Burgener (Visp) vollautomatische Produktionslinien für die chemische Industrie produziert. Hooc in Visp wiederum bedient den Markt mit Fernzugriffslösungen auf Steuerungen von Industrie- und Gebäudetechnik. Nicht zu vergessen ist auch das IT-Unternehmen Recapp (ebenfalls in Visp) – das unter anderem kantonale Parlamente mit automatischer Spracherkennungssoftware bestückt.

Das sind nur einige Beispiele für den Einfallsreichtum der Walliser Unternehmer, die seit 2004 von der Stiftung The Ark unterstützt werden. Dieser Ideenreichtum ist weit davon entfernt zu versiegen, auch dank des Campus Energypolis in Sitten, aber auch den beiden BioArk in Visp und Monthey, die sich den Biotechnologien widmen. Die Diversifizierung der Walliser Wirtschaft, die immer mehr auch von den digitalen Technologien geprägt wird, könnte sich in den kommenden Jahren weiter verstärken. Es ist also auch künftig damit zu rechnen, dass wir im Alltag von einheimischen Produkten begleitet werden – bemerkt oder unbemerkt. 
 

 

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