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Zurück 20.07.2021

Datenmanagement im Zentrum der Aktivitäten von Eversys

Seit 2010 produziert und vertreibt Eversys professionelle Kaffeemaschinen. «Für uns war von Anfang an klar, dass unsere Produkte miteinander verbunden werden, um Daten und Überwachung durch Telemetrie zu ermöglichen», sagt Jonathan Besse, Leiter der Forschung und Entwicklung beim industriellen KMU aus Siders. Die interne Organisation des Unternehmens wurde auf diesem Grundsatz und diesem «Daten»-Esprit aufgebaut.

So hat Eversys seit seinen Anfängen allen im Unternehmen vorhandenen Daten eine entscheidende Bedeutung beigemessen. «Wir haben eine Datenbank eingerichtet, in der alle Arten von Daten zentral gespeichert werden, damit sie nicht verloren gehen. Manchmal werden diese Daten ein Jahr lang nicht genutzt, aber wenn ein Problem auftritt, haben wir eine vollständige Historie über das, was passiert ist», sagt Jonathan Besse. Eversys wählt seine neuen Geräte so aus, dass es Daten direkt in dieser Datenbank speichern kann. «Das Wichtigste ist, dass wir in der Lage sind, die Informationen miteinander zu verknüpfen, so dass wir eine globale Analyse durchführen können.»

Eversys arbeitet auch mit einem ERP. Zunächst über eine interne Lösung, die mit FileMaker (einem Datenbanksystem, das zu Apple gehört) entwickelt wurde, dann auch mit SAP. Von der Ersatzteilbestellung bis hin zur Verwaltung des Kundendienstes bietet dieses System einen vollständigen Überblick über den Fertigungsprozess der Maschine. Dies ist für das Management unerlässlich, insbesondere wenn man bedenkt, dass eine Eversys-Maschine aus rund 700 verschiedenen Teilen besteht. «Alle Daten sind verfügbar und nachvollziehbar, vor allem bei im Fall von Problemen. Das bedeutet, dass wir uns nicht mehr mit komplizierten Excel-Listen herumschlagen müssen.»

Für jedes Maschinenteil, das während des Fertigungsprozesses geändert wird, gibt es eine Historie im ERP. Das System visualisiert auch die angelaufenen Produktionen und verknüpft sie mit den Teilebestellungen und Beständen. «Wir kennen den Status der Bestände, und die Auffüllungen werden auf der Grundlage von Bestellungen und Verkaufsprognosen berechnet», so Jonathan Besse.


Einsatz von Mitarbeitenden für produktivere Aufgaben

Ausserdem befinden sich dank des ERP alle Produktionsinformationen an einem Ort: Lieferantendaten, Preise, Ansprechpartner für Bestellungen usw. Das System erleichtert auch das Lieferantenmanagement, zumal die meisten Daten für jeden im Unternehmen zugänglich sind. «Es ist auch wichtig, dass sich jeder über den Preis der produzierten Dinge bewusst ist.»

Es muss jedoch ein attraktives Kosten-Nutzen-Verhältnis beibehalten werden. «Für ein kleines KMU erfordert die Digitalisierung flexible Lösungen, die sich bei kontrollierten Kosten leicht anpassen lassen. Doch die richtige Kombination ist nicht leicht zu finden.» Ein ERP-System verfestige die Arbeitsweise, mit klaren Prozessen. Aber es sei wichtig, dass sich das System ständig weiterentwickelt und mit der Realität der Produktion und des Unternehmens Schritt hält.

«Ohne ERP und Datenmanagement müssten wir so viele Ressourcen für unproduktive Tracking- und Tracing-Aufgaben einsetzen», fasst Jonathan Besse zusammen.

 

Programm « Digitalisierung in der Maschinenindustrie (MEM) »

Die Digitalisierung in der Maschinenindustrie (MEM) im Wallis fördern. So lautet das Hauptziel des MEM-Programms, das im Frühjahr 2021 von der Stiftung The Ark lanciert wurde. Das Programm basiert auf einer 2020 durchgeführten Studie über den Stand der Digitalisierung von KMU im Wallis. In diesem Bereich sind noch Fortschritte möglich. Das neue Programm von The Ark, das sich vor allem an KMUs der MEM-Industrie richtet, bietet finanzielle Unterstützung und proaktives Coaching in drei Schlüsselbereichen.


 

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